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LOTHUS OPTIK MÜNCHEN
Ein Optikerladen wie ein Wohnzimmer

Fotos: Schelke Bonnetsmüller

München - Lehel

Optikerladen

RAUMKONZEPT
Der Inhaber hatte für seinen neuen Laden von Anfang an ein sehr klares Bild: eine kleine Blase im Alltag.
Einen Ort, an dem man ankommt, sich Zeit nimmt und für eine Weile das Draußen vergisst.
Aus diesem Gedanken heraus wurde der gesamte Besuch betrachtet. Vom Ankommen über die Beratung 
und Refraktion bis zur Auswahl und späteren Abholung der fertigen Brille. Jeder dieser Momente braucht etwas anderes, trotzdem sollte sich alles wie ein Ort anfühlen.
So entstand ein Optikerladen, der sich weniger wie ein klassischer Verkaufsraum und mehr wie ein
persönlicher Wohnraum anfühlt.

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ATMOSPHÄRE
Farbe spielt im Laden eine große Rolle. Nicht zurückhaltend, sondern mit kräftigen Tönen, die den einzelnen Bereichen ihren eigenen Charakter geben. Dazu kommen Samt, Metall, Terrazzo, Tapete und warmes Licht.
Viele Elemente wurden sehr gezielt ausgewählt. Die Leuchten, das blaue Metallregal, die hinterleuchtete Tapete oder die Vorhänge sind nicht Dekoration, die am Ende dazugekommen ist. Sie prägen den Raum und machen ihn unverwechselbar.

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MATERIAL · FARBE · LICHT.
Kuratierte Materialien und Farben ziehen sich durch den gesamten Laden und tauchen an
unterschiedlichen Stellen immer wieder auf. Linoleum findet sich nicht nur auf dem Boden in Werkstatt und Refraktion, sondern auch an der Insel und an der großen Präsentationswand, dort in Verbindung mit Holz.
Dazu kommen Terrazzo, Rauchglas, metallische Oberflächen und Tapeten.
Kräftige Farbakzente stehen neben ruhigeren Tönen und setzen klare Akzente, während helle Vorhänge und natürliche Materialien Ruhe in den Raum bringen. Auch die unterschiedlichen Oberflächen spielen dabei eine Rolle, von matt und weich bis metallisch und glänzend.
Das Licht ist Teil dieses Zusammenspiels. Neben den besonderen Leuchten sorgt indirekte Beleuchtung dafür, dass Tapeten, Materialien und die Brillen selbst immer wieder anders wahrgenommen werden.

PRÄSENTATION


Die Auswahl ist bewusst auf rund 200 Brillen begrenzt. Nicht möglichst viele Modelle sollten
ihren Platz im Laden finden, sondern eine kuratierte Auswahl, die zum Anspruch von Lothus
passt. Auch für die Präsentation wurde nicht nur eine Lösung gewählt. Die große Rückwand greift die Idee einer Wohnwand auf, während die Brillen an anderen Stellen unterschiedlich in den Raum
eingebunden werden.

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BERATUNG
Bei Lothus beginnt gute Beratung mit Zeit. Eine Brille begleitet ihren Träger jeden Tag. Entsprechend persönlich ist die Entscheidung und entsprechend viel Aufmerksamkeit bekommt sie hier.
Einen klassischen Verkaufstresen gibt es deshalb bewusst nicht. Kunde und Optiker sitzen gemeinsam an der eigens für den Laden entwickelten Insel, probieren aus, sprechen und
wählen in Ruhe aus. Man sitzt sich nicht über eine Theke gegenüber, sondern begegnet sich auf Augenhöhe.
Die Insel ist damit nicht nur ein Ort für die Beratung, sondern auch zum Ankommen und Verweilen. Und wenn ein Termin länger dauert, gehört ein guter Kaffee ganz selbstverständlich
dazu.

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In Kooperation mit Julia Weber Interior.

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