Fotos: Stefan Müller-Naumann

Obervellach (Kärnten, AUT)

Bauernladen Familie Walter

Gutes aus dem Mölltal

 

Ein jahrhundertealter Bauernhof im Mölltal, Obervellach wird in den 70er-Jahren renoviert – wie seinerzeit so üblich mit Baumarktprodukten in regionalistischer Attitüde.

 

In diesem Ambiente wurde mit Engagement Land- und Forstwirtschaft, mit wachsendem Erfolg auch ein Bauernladen betrieben, dessen selbstproduzierte Lebensmittel wie Fleisch, Speck – mit wichtigen Prämierungen - und Wurst sowie Brot, durch regionalen Zukauf auch Käse, Butter, Eier, Gemüse, Obst und Most einen immer größeren Kundenkreis fanden.

 

Mehr und mehr wurde dabei die Divergenz von ehrlichen, nachhaltigen Produkten auf hohem Qualitätsniveau und den Sourrogaten der 70er-Jahre im Ensemble wie Bauernladen auffällig, eine angemessene Revitalisierung unabdingbar.

 

Der Bauernladen wurde so zum Nucleus einer das gesamte Ensemble umfassenden, schrittweisen und auf den historischen Ursprung zurückgreifenden Um- und Neugestaltung. Mit den tradierten Materialien Bruchstein, Kalkputz, Terracotta und Lärchenholz, aber auch den zeitgenössischen wie Glas und Edelstahl wurde eine hohe Nachhaltigkeit und Ressourceneffektivität angestrebt, aber auch Sinn und Sinnlichkeit.

 

Wie in der „Warenproduktion“ sind alle Materialien der Innenarchitektur echt, sauber, regional, originär ohne Surrogat, selbstverständlich ohne aufgeregte Attitüde – ein reduzierter Materialkanon in Harmonie mit den Produkten, dies analog des Mottos der Familie: „Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen“.